Wie hoch ist mein Krankengeld? So wird es berechnet
Wer länger als sechs Wochen krank ist, bekommt nach der Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Es ersetzt den Lohn nur teilweise – wie hoch es ausfällt, lässt sich nachrechnen.
In wenigen Minuten zu deinen nächsten Schritten und den passenden fertigen Texten – kostenlos:
Höhe prüfen →Deine Chancen, das Geld zurückzubekommen
Was du jetzt tun solltest
- 1
1. Anspruch klären
Krankengeld gibt es nach Ende der Entgeltfortzahlung (in der Regel ab der 7. Woche).
- 2
2. Höhe abschätzen
70 % vom Brutto, höchstens 90 % vom Netto – abzüglich Sozialversicherungsanteile.
- 3
3. Lückenlos krankschreiben
Achte auf eine nahtlose Folgebescheinigung, damit der Anspruch nicht unterbrochen wird.
- 4
4. Bei Problemen widersprechen
Bei zu niedriger Berechnung oder Ablehnung kannst du Widerspruch einlegen (§ 84 SGG).
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Krankengeld?
Es beträgt 70 % deines Bruttoarbeitsentgelts, höchstens aber 90 % des Nettoarbeitsentgelts (§ 47 SGB V), gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenze. Von diesem Betrag werden noch deine Beitragsanteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen. Es liegt damit spürbar unter dem normalen Nettolohn.
Wie lange bekomme ich Krankengeld?
Wegen derselben Erkrankung längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren, wobei die Zeit der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber angerechnet wird. Wichtig ist eine lückenlose Krankschreibung: Schon eine Lücke kann den Anspruch gefährden. Lass dich rechtzeitig zur Folgebescheinigung krankschreiben.
Jetzt handeln
Wir stellen dir die fertigen Texte und die richtigen Stellen zusammen.
Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.