Krankengeld läuft aus (Aussteuerung)? Das sind deine Optionen
Die Krankenkasse kündigt das Ende deines Krankengeldes an – die sogenannte Aussteuerung nach 78 Wochen? Oder das Krankengeld wird gestrichen, obwohl du weiter krank bist? Du fällst nicht ins Bodenlose: Es gibt Anschlussleistungen, und gegen eine zu frühe Einstellung kannst du dich wehren.
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Widerspruch / nächste Schritte →Deine Chancen, das Geld zurückzubekommen
Was du jetzt tun solltest
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1. Lückenlose Krankschreibung sichern
Achte darauf, dass die Arbeitsunfähigkeit nahtlos (am besten am letzten Gültigkeitstag) weiter bescheinigt wird – sonst droht eine Lücke beim Anspruch.
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2. Anschlussleistung beantragen
Melde dich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit (Nahtlosigkeits-Arbeitslosengeld) oder prüfe einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente.
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3. Bei vorzeitiger Streichung widersprechen
Wird das Krankengeld vor der Aussteuerung gestrichen, lege fristgerecht Widerspruch ein und reiche ärztliche Befunde nach.
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4. Beratung nutzen
Unabhängige Patientenberatung, Sozialverbände und die Krankenkasse selbst informieren über die nächsten Schritte.
Häufige Fragen
Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Für dieselbe Erkrankung höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren (abzüglich Zeiten der Entgeltfortzahlung). Danach erfolgt die Aussteuerung. Wichtig ist eine lückenlose Krankschreibung, damit kein Anspruch verloren geht.
Was kommt nach der Aussteuerung?
Je nach Lage Arbeitslosengeld – das gibt es unter Umständen auch, wenn du noch arbeitsunfähig bist (Nahtlosigkeitsregelung) – oder eine Erwerbsminderungsrente. Melde dich frühzeitig bei der Agentur für Arbeit und prüfe den Rentenantrag.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.