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Polizeikontrolle in Berlin: deine Rechte

Die meisten Rechte in einer Kontrolle gelten bundesweit gleich (StPO, Grundgesetz). Die Gefahrenabwehr – Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Platzverweis, Gewahrsam – steht aber im Landesrecht: in Berlin im Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG Bln). Hier die konkreten Paragraphen zum gezielten Nachschlagen.

Gerade in einer Kontrolle – oder willst du vorbereitet sein?

Der Helfer führt dich ruhig Schritt für Schritt durch die Situation (Verkehr, Person, Wohnung, Festnahme …) – mit den passenden §§ für Berlin.

Schritt-für-Schritt-Helfer öffnen →

Was darf die Polizei in Berlin?

Identität feststellen (Personalien)

§ 21 ASOG Bln

Bundesweit zusätzlich § 163b StPO bei Tatverdacht. Du musst Name, Geburtsdatum und Anschrift angeben – mehr nicht.

Person durchsuchen

§ 34 ASOG Bln

Bei einem Tatverdacht bundesweit § 102 StPO. Du musst aktiv nichts herausgeben.

Platzverweis / Aufenthaltsverbot

§ 29 ASOG Bln

Anlasslose Kontrolle / Schleierfahndung

nicht vorgesehen

nein (2004 abgeschafft)

In Gewahrsam nehmen

§§ 30, 31, 33 ASOG

Höchstdauer: i. d. R. bis zu 2 Tage. Über längeren Gewahrsam entscheidet ein Richter (Art. 104 GG).

Versammlung / Demonstration

eigenes Landesgesetz: Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin (VersFG BE)

Kennzeichnungspflicht der Beamten

ja

Ja – die Beamten tragen ein Namens- oder Nummernschild. Du darfst es notieren.

Deine Rechte in jeder Kontrolle (bundesweit)

Goldene Regeln

Diese Landes-Angaben sind recherchierte Anhaltspunkte (Paragraphen können sich durch Reformen verschieben). Maßgeblich ist immer der aktuelle Gesetzestext – die §§ helfen dir, gezielt nachzuschlagen. Bundesweit gilt zusätzlich § 163b StPO (Identität) bzw. § 102 StPO (Durchsuchung bei Tatverdacht).

Andere Bundesländer

Werkzeug zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Im Zweifel oder bei einem Vorwurf: ruhig bleiben, nichts zur Sache sagen und eine Anwältin / einen Anwalt hinzuziehen.