Vorerbe und Nacherbe – was bedeutet das?
Mit der Vor- und Nacherbschaft kann ein Erblasser bestimmen, dass zunächst eine Person erbt (Vorerbe) und nach einem bestimmten Ereignis – etwa deren Tod – eine andere (Nacherbe). So bleibt das Vermögen für den Nacherben erhalten, ist aber beim Vorerben gebunden.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Stellung klären
Stelle fest, ob du Vor- oder Nacherbe bist und ob Befreiungen angeordnet sind.
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2. Beschränkungen beachten
Als Vorerbe halte die Verfügungsbeschränkungen ein.
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3. Nachlass erhalten
Verwalte den Nachlass so, dass der Nacherbe nicht benachteiligt wird.
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4. Nacherbfall vorbereiten
Kläre rechtzeitig, was beim Eintritt des Nacherbfalls zu übergeben ist.
Daran erkennst du die Masche
- Der Vorerbe verfügt unzulässig über geschützte Nachlassgegenstände.
- Befreiungen und Beschränkungen werden nicht beachtet.
- Der Nacherbe wird über seine Anwartschaft im Unklaren gelassen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vor- und Nacherbe?
Der Vorerbe erbt zuerst, der Nacherbe erst nach einem vom Erblasser bestimmten Ereignis, oft dem Tod des Vorerben (§ 2100 BGB). Der Vorerbe nutzt den Nachlass, muss ihn aber für den Nacherben erhalten und ist in bestimmten Verfügungen beschränkt.
Darf der Vorerbe alles verkaufen?
Nein. Über Grundstücke und bei Schenkungen ist der nicht befreite Vorerbe zum Schutz des Nacherben beschränkt. Bewegliche Gegenstände kann er eher nutzen, aber er darf den Nachlass nicht zu Lasten des Nacherben aushöhlen. Der Erblasser kann ihn jedoch von Beschränkungen befreien.
Wozu dient die Vor- und Nacherbschaft?
Sie erlaubt es dem Erblasser, das Vermögen über mehrere Stufen zu lenken – etwa um es in der Familie zu halten oder ein bestimmtes Kind abzusichern. Sie ist auch ein Baustein des Behindertentestaments und anderer Gestaltungen.
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