Überstunden nicht bezahlt? Wann du Geld oder Freizeit verlangen kannst
Du hast regelmäßig länger gearbeitet, aber der Arbeitgeber will die Überstunden nicht bezahlen? Ob du Geld oder Freizeitausgleich bekommst, hängt von der Vereinbarung und vom Nachweis ab. Wichtig ist, die Stunden gut zu dokumentieren.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Überstunden dokumentieren
Führe eine genaue Aufstellung: Datum, Start/Ende, Pausen, Anlass und wer es angeordnet/gewusst hat.
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2. Vereinbarung prüfen
Was steht im Arbeits-/Tarifvertrag zur Überstundenvergütung? Pauschalabgeltungen sind nur in engen Grenzen wirksam.
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3. Schriftlich geltend machen
Fordere Bezahlung oder Freizeitausgleich schriftlich mit konkreter Stundenzahl und Frist – das wahrt zugleich Ausschlussfristen.
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4. Notfalls Arbeitsgericht
Zahlt der Arbeitgeber nicht, kannst du klagen. Gewerkschaften und Beratungsstellen helfen.
Häufige Fragen
Sind Überstunden mit dem Gehalt 'automatisch' abgegolten?
Nicht unbegrenzt. Klauseln, die pauschal 'alle Überstunden' mit dem Gehalt abgelten, sind oft unwirksam, weil unklar ist, wie viele Stunden gemeint sind. Dann bleibt dein Vergütungsanspruch bestehen – sofern du die Überstunden nachweisen kannst.
Wie weise ich Überstunden nach?
Mit einer genauen Aufstellung (Datum, Zeiten, Anlass) und idealerweise Belegen wie Zeiterfassung, E-Mails oder Zeugen. Wichtig ist auch, dass der Arbeitgeber die Überstunden angeordnet, gebilligt oder zumindest geduldet hat.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.