Online-Banking-Betrug – haftet die Bank?
Wird durch Phishing oder einen Hackerangriff unautorisiert Geld von deinem Konto abgebucht, stellt sich die Frage nach der Haftung. Grundsätzlich muss die Bank nicht autorisierte Zahlungen erstatten – es sei denn, du hast grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Konto sperren
Lass das Online-Banking und betroffene Karten sofort über den Sperr-Notruf sperren.
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2. Bank informieren
Melde die nicht autorisierte Zahlung unverzüglich und verlange Erstattung.
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3. Anzeige erstatten
Erstatte Strafanzeige bei der Polizei und sichere Beweise (E-Mails, Screenshots).
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4. Erstattung durchsetzen
Bei Ablehnung widersprich der Haftungszuweisung schriftlich und begründet.
Daran erkennst du die Masche
- Die Bank schiebt dir pauschal grobe Fahrlässigkeit zu.
- Du hast Zugangsdaten oder TAN auf einer dubiosen Seite eingegeben.
- Die Meldung an die Bank verzögert sich unnötig.
Häufige Fragen
Muss die Bank mein Geld zurückerstatten?
Bei einer nicht autorisierten Zahlung muss die Bank den Betrag grundsätzlich erstatten und das Konto wieder ausgleichen (§ 675u BGB). Sie kann nur dann Ersatz von dir verlangen, wenn du grob fahrlässig oder vorsätzlich gegen deine Sorgfaltspflichten verstoßen hast (§ 675v BGB).
Was gilt als grobe Fahrlässigkeit?
Etwa das leichtfertige Preisgeben von PIN und TAN auf offensichtlich gefälschten Seiten oder das Ignorieren klarer Warnhinweise. Ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, ist Einzelfallfrage. Die Bank muss die Voraussetzungen darlegen; eine pauschale Zuweisung reicht nicht.
Wie verhalte ich mich nach einem Betrug?
Sperre sofort Online-Banking und Karten über den Sperr-Notruf, melde die nicht autorisierte Zahlung unverzüglich der Bank und erstatte Strafanzeige. Sichere Beweise wie Phishing-Mails. Schnelles Handeln verbessert deine Chancen auf Erstattung.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.