Nebenjob – darf der Arbeitgeber das verbieten?
Ein Nebenjob bessert das Einkommen auf – aber darf der Chef das überhaupt verbieten? Grundsätzlich ist eine Nebentätigkeit von deiner Berufsfreiheit gedeckt. Der Arbeitgeber kann sie nur einschränken, wenn berechtigte betriebliche Interessen berührt sind.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Vertrag prüfen
Gibt es eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht für Nebentätigkeiten?
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2. Grenzen beachten
Keine Konkurrenz, Einhaltung der Höchstarbeitszeit, nicht im Urlaub/bei Krankheit.
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3. Anzeigen/Genehmigung einholen
Zeige die Nebentätigkeit an bzw. hole die Genehmigung ein – die darf nicht willkürlich verweigert werden.
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4. Bei Ablehnung prüfen
Verweigert der Arbeitgeber grundlos, kannst du auf deine Berufsfreiheit verweisen (ggf. Beratung).
Häufige Fragen
Darf mein Arbeitgeber einen Nebenjob verbieten?
Nicht pauschal. Eine Nebentätigkeit ist von deiner Berufsfreiheit (Art. 12 GG) gedeckt; ein generelles Verbot im Arbeitsvertrag ist unwirksam. Der Arbeitgeber kann eine Nebentätigkeit nur einschränken, wenn berechtigte betriebliche Interessen berührt sind – etwa Konkurrenztätigkeit, Überschreitung der Höchstarbeitszeit oder Beeinträchtigung deiner Hauptleistung.
Muss ich meinen Nebenjob dem Arbeitgeber melden?
Wenn dein Arbeitsvertrag eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht vorsieht, ja. Ein solcher Genehmigungsvorbehalt ist zulässig, dient aber nur der Prüfung berechtigter Interessen – die Genehmigung darf nicht grundlos verweigert werden. Achte selbst darauf, die gesetzliche Höchstarbeitszeit einzuhalten und keine Konkurrenztätigkeit auszuüben.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.