Lebensversicherung kündigen – Rückkaufswert prüfen
Wer eine Lebensversicherung vorzeitig auflöst, erhält nicht die eingezahlten Beiträge, sondern den Rückkaufswert. Gerade in den ersten Jahren ist dieser oft deutlich niedriger als erwartet. Vor der Kündigung lohnt sich daher ein genauer Blick und der Vergleich mit Alternativen.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Rückkaufswert erfragen
Lass dir den aktuellen Rückkaufswert schriftlich vom Versicherer mitteilen.
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2. Alternativen prüfen
Vergleiche Kündigung mit Beitragsfreistellung, Beleihung oder Verkauf.
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3. Abzüge kontrollieren
Prüfe Stornoabzüge und ob die Kostenverrechnung korrekt war.
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4. Entscheidung treffen
Wäge ab, ob Halten, Ruhenlassen oder Auflösen für dich sinnvoller ist.
Daran erkennst du die Masche
- Der Rückkaufswert liegt deutlich unter den eingezahlten Beiträgen.
- Hohe Stornoabzüge werden nicht offengelegt.
- Eine Kündigung wird ohne Prüfung von Alternativen ausgesprochen.
Häufige Fragen
Was ist der Rückkaufswert?
Der Betrag, den du bei vorzeitiger Kündigung einer kapitalbildenden Lebensversicherung ausgezahlt bekommst (§ 169 VVG). Er entspricht nicht den eingezahlten Beiträgen, weil Abschluss- und Verwaltungskosten sowie ein eventueller Stornoabzug abgezogen werden.
Warum bekomme ich so wenig zurück?
Vor allem in den ersten Jahren sind viele Beiträge mit Abschluss- und Vertriebskosten verrechnet. Deshalb ist der Rückkaufswert anfangs niedrig. Erst mit längerer Laufzeit nähert er sich den Einzahlungen an.
Gibt es Alternativen zur Kündigung?
Ja. Du kannst die Versicherung beitragsfrei stellen, sie beleihen oder am Zweitmarkt verkaufen, was oft mehr bringt als die Kündigung. Welche Option sinnvoll ist, hängt vom Vertrag, der Restlaufzeit und deinem Geldbedarf ab.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.