Herstellergarantie – Anspruch richtig durchsetzen
Viele Produkte kommen mit einer Herstellergarantie. Sie ist eine freiwillige Zusage zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung. Wichtig ist, die Garantiebedingungen zu kennen – und zu wissen, dass deine gesetzlichen Rechte gegenüber dem Verkäufer davon unberührt bleiben.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Bedingungen lesen
Sieh dir Umfang, Dauer und Voraussetzungen der Garantie an.
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2. Anspruch wählen
Entscheide zwischen Garantie (Hersteller) und Gewährleistung (Verkäufer).
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3. Geltend machen
Melde den Defekt fristgerecht und lege Kaufbeleg und Garantieunterlagen vor.
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4. Nachhaken
Bei Verzögerung fordere die Erfüllung schriftlich unter Fristsetzung.
Daran erkennst du die Masche
- Die Garantiebedingungen verlangen kostspielige Pflichten (z. B. teure Inspektionen).
- Dir wird gesagt, mit der Garantie seien deine gesetzlichen Rechte erloschen.
- Der Kaufbeleg oder die Garantieunterlagen fehlen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?
Die Gewährleistung ist ein gesetzliches Recht gegenüber dem Verkäufer bei mangelhafter Ware. Die Garantie ist eine freiwillige Zusage, meist des Herstellers, mit eigenen Bedingungen (§ 443 BGB). Beide bestehen nebeneinander; du kannst dich auf die für dich günstigere stützen.
Erlöschen meine gesetzlichen Rechte mit der Garantie?
Nein. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer besteht unabhängig von einer Herstellergarantie. Niemand kann dir diese Rechte mit Verweis auf die Garantie nehmen. Du hast die Wahl, welchen Anspruch du geltend machst.
Wie mache ich einen Garantieanspruch geltend?
Wende dich innerhalb der Garantiezeit an den Garantiegeber und erfülle die Garantiebedingungen, etwa Fristen und Nachweise. Lege Kaufbeleg und Garantieunterlagen vor. Reagiert der Garantiegeber nicht, fordere die Erfüllung schriftlich unter Fristsetzung.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.