Händler storniert die Bestellung nach dem Kauf
Manche Händler stornieren Bestellungen nachträglich, etwa bei einem Preisfehler oder Lieferengpass. Ob das zulässig ist, hängt davon ab, ob bereits ein verbindlicher Vertrag geschlossen wurde. Ist das der Fall, kann der Händler sich nicht einfach lösen.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Vertragsschluss prüfen
Sieh nach, ob eine Annahme (z. B. Versandbestätigung) vorliegt.
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2. AGB lesen
Prüfe, wann nach den AGB der Vertrag zustande kommt.
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3. Lieferung verlangen
Bei geschlossenem Vertrag fordere die Lieferung schriftlich ein.
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4. Schaden geltend machen
Bei berechtigter Stornierung oder teurerem Ersatzkauf prüfe Schadensersatz.
Daran erkennst du die Masche
- Eine reine Eingangsbestätigung wird als verbindlicher Vertrag missverstanden.
- Bereits gezahltes Geld wird nicht zurückerstattet.
- Eine teurere Ersatzbeschaffung wird ohne Dokumentation vorgenommen.
Häufige Fragen
Darf ein Händler meine Bestellung einfach stornieren?
Nur solange noch kein verbindlicher Vertrag geschlossen wurde. Häufig kommt der Vertrag erst mit der Versand- oder Auftragsbestätigung zustande, nicht schon mit der automatischen Eingangsbestätigung. Maßgeblich sind die AGB des Händlers und der konkrete Ablauf.
Muss der Händler liefern, wenn ein Vertrag besteht?
Grundsätzlich ja. Ist ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen, schuldet der Händler die Lieferung. Storniert er dennoch, kannst du Erfüllung verlangen oder bei Nichtlieferung Schadensersatz, etwa die Mehrkosten einer teureren Ersatzbeschaffung, geltend machen.
Was gilt bei einem Preisfehler?
Bei einem offensichtlichen Preisfehler kann der Händler unter Umständen anfechten oder es ist gar kein Vertrag zustande gekommen. Ob ein bindender Vertrag vorliegt, hängt vom Ablauf und den AGB ab. Bereits gezahltes Geld muss dir in jedem Fall erstattet werden.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.