Zum Inhalt springen

Bürgergeld und Nebenverdienst – was bleibt vom Lohn?

Wer Bürgergeld bezieht und dazuverdient, muss sich das Einkommen anrechnen lassen – aber nicht vollständig. Bestimmte Freibeträge bleiben anrechnungsfrei, sodass von jedem verdienten Euro etwas übrig bleibt. So soll sich Arbeit lohnen.

In wenigen Minuten zu deinen nächsten Schritten und den passenden fertigen Texten – kostenlos:

Behörden-Schreiben erstellen

Deine Chancen, das Geld zurückzubekommen

Vom Erwerbseinkommen bleiben gestaffelte Freibeträge anrechnungsfrei (§ 11b SGB II). Ein Grundfreibetrag und prozentuale Freibeträge je nach Einkommenshöhe sorgen dafür, dass nicht der gesamte Verdienst angerechnet wird.
Dadurch erhöht sich das verfügbare Einkommen mit jeder gearbeiteten Stunde. Auch bestimmte Absetzbeträge, etwa für Versicherungen und Werbungskosten, mindern das anzurechnende Einkommen.

Was du jetzt tun solltest

  1. 1

    1. Einkommen melden

    Gib Nebenverdienste vollständig und rechtzeitig beim Jobcenter an.

  2. 2

    2. Freibeträge prüfen

    Kontrolliere, ob die Erwerbstätigenfreibeträge korrekt berücksichtigt wurden.

  3. 3

    3. Absetzbeträge geltend machen

    Mache Versicherungen, Werbungskosten und Ähnliches geltend.

  4. 4

    4. Bescheid prüfen

    Beanstande eine fehlerhafte Anrechnung mit Widerspruch.

Daran erkennst du die Masche

Häufige Fragen

Wird mein ganzer Nebenverdienst angerechnet?

Nein. Vom Erwerbseinkommen bleiben gestaffelte Freibeträge anrechnungsfrei (§ 11b SGB II): ein Grundfreibetrag und zusätzliche prozentuale Freibeträge je nach Einkommenshöhe. Nur der übrige Teil mindert das Bürgergeld. So bleibt von jedem verdienten Euro etwas übrig.

Lohnt sich Arbeiten trotz Anrechnung?

Ja. Durch die Freibeträge steht dir mit Erwerbseinkommen mehr zur Verfügung als mit reinem Bürgergeld. Außerdem mindern Absetzbeträge für Versicherungen und Werbungskosten das anzurechnende Einkommen zusätzlich. Mehr Arbeit führt zu mehr verfügbarem Geld.

Was passiert, wenn ich Einkommen nicht melde?

Nicht gemeldetes Einkommen führt zu Rückforderungen und kann als Ordnungswidrigkeit oder Straftat gewertet werden. Melde Verdienste deshalb immer vollständig und rechtzeitig und bewahre Lohnabrechnungen auf, damit die Anrechnung korrekt erfolgt.

Jetzt handeln

Wir stellen dir die fertigen Texte und die richtigen Stellen zusammen.

Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.