Behindertentestament – Vermögen für Angehörige sichern
Eltern eines Kindes mit Behinderung möchten oft sicherstellen, dass das Kind erbt, ohne dass die Erbschaft die Sozialleistungen aufzehrt. Das Behindertentestament ist eine anerkannte Gestaltung, die genau das ermöglichen soll – allerdings nur bei sorgfältiger Ausgestaltung.
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Was du jetzt tun solltest
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1. Ziel festlegen
Kläre, dass das Vermögen dem Kind zugutekommen, aber nicht die Sozialleistungen aufzehren soll.
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2. Bausteine wählen
Plane Vor- und Nacherbschaft sowie Dauertestamentsvollstreckung mit Verwaltungsanordnungen.
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3. Fachlich gestalten
Lass die Gestaltung wegen ihrer Komplexität fachkundig ausarbeiten.
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4. Aktuell halten
Überprüfe das Testament bei Änderungen von Familie, Vermögen oder Recht.
Daran erkennst du die Masche
- Das Kind wird schlicht enterbt, um Zugriff zu vermeiden – das kann nachteilig sein.
- Eine fehlerhafte Gestaltung gefährdet die Sozialleistungen.
- Das Testament wird nie an neue Verhältnisse angepasst.
Häufige Fragen
Was ist ein Behindertentestament?
Eine besondere Testamentsgestaltung, mit der Eltern ein Kind mit Behinderung bedenken, ohne dass die Erbschaft die staatlichen Sozialleistungen voll aufzehrt. Über Vor- und Nacherbschaft und eine Dauertestamentsvollstreckung kommt das Vermögen dem Kind ergänzend zugute.
Warum nicht einfach enterben?
Eine schlichte Enterbung kann nachteilig sein, weil dann unter Umständen der Pflichtteil anfällt, auf den der Sozialträger zugreifen kann. Das Behindertentestament sichert die Teilhabe des Kindes am Erbe besser ab als eine Enterbung.
Kann ich das Testament selbst aufsetzen?
Wegen der komplexen Bausteine ist eine sorgfältige, fachkundige Gestaltung wichtig. Kleine Fehler können dazu führen, dass der Schutz nicht greift und die Sozialleistungen gefährdet werden. Eine fachliche Beratung ist hier besonders ratsam.
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Allgemeine Information zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Bei hohem Schaden oder Unsicherheit: Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.