Gefälschter Anwaltsbrief
Forderungsschreiben, das den Namen einer echten Kanzlei missbraucht.
Bei dieser Masche sieht die Post aus wie Anwaltspost: echter Kanzleiname, echte Anschrift, hohe Forderung, kurze Frist, Drohung mit Klage. Die genannte Kanzlei weiß davon nichts und ist selbst geschädigt. Ein Treffer im amtlichen Anwaltsverzeichnis beweist nur, dass es die Kanzlei gibt, nicht, dass der Brief von ihr stammt. Prüfe Telefon, E-Mail-Endung, Anschrift und Bankverbindung gegen Verzeichnis und Impressum und frage im Zweifel dort nach, über die Nummer aus dem Register, nie über die aus dem Brief. Ein Brief ist kein Gericht: Ein echter Mahnbescheid kommt vom Amtsgericht im gelben Umschlag, dort gilt eine Frist von zwei Wochen für den Widerspruch.
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Verwandte Begriffe
Allgemeine Erklärung zur Selbsthilfe, keine Rechtsberatung (RDG). Im Einzelfall können Besonderheiten gelten – bei Unsicherheit Verbraucherzentrale oder Anwalt einschalten.